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Ostschweiz Marianne Sax: Buchhändlerin mit Leib und Seele

Nach acht Jahren als Präsidentin des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbandes hört die Thurgauerin Marianne Sax auf. Der Onlinehandel fordere die Branche heraus, trotzdem habe der klassische Buchhandel eine Zukunft.

Die Frauenfelder Buchhändlerin Marianne Sax
Legende: Marianne Sax betreibt in Frauenfeld eine Buchhandlung. Sie engagiert sich auch politisch. SRF

Vor vier Jahren kämpfte Marianne Sax an vorderster Front für fixe Buchpreise in der Schweiz. Doch den Kampf für die Wiedereinführung der Buchpreisbindung verlor die jetzt abtretende Präsidentin des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbandes.

Der schwache Euro macht der Branche zu schaffen. Die Leute kaufen Bücher im Ausland.
Autor: Marianne SaxBuchhändlerin

Wie andere Dienstleistungszweige steht auch der Buchhandel vor grossen Herausforderungen. Zwei Stichworte dazu: Der Internethandel und die Digitalisierung. «Das Buch eignet sich besonders gut zum Versand. So werden die Bücher durch ganz Europa transportiert», so Marianne Sax. Fast jeder Laden hat heutzutage einen eigenen Online-Shop.

Das Buch ist das Gedächtnis unserer Kultur.
Autor: Marianne Saxengagiert sich auch politisch

Trotz des neuen Marktumfeldes glaubt Marianne Sax an den klassischen Buchhandel. Der Bund unterstützt Verlage finanziell, die beispielsweise Kinder- oder Sachbücher produzieren, das sei ein Schritt in die richtige Richtung. 106 Verlage haben sich um diese Gelder beworben. , Link öffnet in einem neuen Fenster

Marianne Sax hat in Frauenfeld ein Fest für das Buch lanciert. Die Idee: Die Frauenfelder Bevölkerung soll das gleiche Buch lesen «Frauenfeld liest ein Buch», Link öffnet in einem neuen Fenster

Bescheiden leben und nicht all zu grosse Träume haben, war für mich ein Vorteil.
Autor: Marianne Saxhat seit 26 Jahren in Frauenfeld einen Bücherladen

Auch politisch aktiv

Die Buchhändlerin Marianne Sax (Jg. 1964) gehörte in Frauenfeld zu den Gründungsmitgliedern der Bewegung «Chrampfe und Hirne», die derzeit im Frauenfelder Stadtparlament stärker als die SP ist. Im vergangenen Herbst kämpfte Marianne Sax für die SP um einen Thurgauer Sitz im Nationalrat.