Masern: Innerhoden holt auf, erfüllt aber auch nicht

Bis Ende 2015 wollte der Bund die Masern ausgerottet haben. Das heisst, 95 Prozent der Bevölkerung müssten immun dagegen sein. Um dieses Ziel zu erreichen führte der Bund eine grosse Impf-Kampagne. Viel wurde in Appenzell Innerrhoden erreicht.

Kinderrücken mit Masern

Bildlegende: Die Impfkritiker warnen vor allem vor den Komplikationen, die nach der Impfung auftreten könnten. Keystone

Laut dem Bundesamt für Gesundheit sind die Unterschiede zwischen den Kantonen deutlich geringer geworden. Der Kanton Appenzell Innerrhoden etwa verzeichnete 2008 bei der zweiten Impfung von Zweijährigen einen Wert von 50 Prozent. Nun liegt der Wert bei 85 Prozent.

Im Schweizer Durchschnitt liegen die Kantone Graubünden und St. Gallen. Wie es dort auf Anfrage heisst, sei aber auffallend, dass je länger desto öfter auf die zweite Spritze verzichtet wird. Das liege wohl an der relativ grossen Impfskepsis in der Ostschweiz, wird begründet.

Die genaue Auswertung der Strategie soll Ende Jahr vorliegen. Dann will der Bund über das weitere Vorgehen entscheiden. Damit die Schweiz als masernfrei gilt, müssen 95 Prozent der Bevölkerung gegen die Krankheit immun sein. Immun ist, wer mit zwei Dosen geimpft wurde oder die Krankheit durchgemacht hat.