Massnahmen Ja, Grenzkontrollen Nein

Der Flüchtlingssituation zwingt Deutschland und Österreich zum Handeln. Sie kontrollieren wieder ihre Grenzen. Die Schweiz ändert an ihren Grenzen vorerst nichts, heisst es bei der eidgenössischen Zollverwaltung. In der Ostschweiz bereiten sich die Behörden trotzdem vor.

Polizist am Buchser Bahnhof, wo Flüchtlinge aus Österreich ankommen.

Bildlegende: Täglich kommen am Buchser Bahnhof mehrere Züge an. Keystone

41 Flüchtlinge kamen gestern am Bahnhof Buchs aus Österreich an. Dies sei etwas mehr als in vergangenen Tagen, wo jeweils zwischen 20 und 30 Personen gezählt wurden. Die Situation sei aber nicht alarmierend, so Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen.

Die Polizei nutzt neu die alte Post in Buchs und eine Halle beim Bahnhof für den Empfang der Flüchtlinge. Bisher liefen die Polizeibeamten zusammen mit den Flüchtlingen durch Buchs zum Polizeiposten. Die zusätzlichen Gebäude vereinfachen die Arbeit.

Was wäre wenn?

Hunderte Flüchtlinge strömen in den Kanton St. Gallen: Mit diesem Szenario befassten sich Vertreter der Polizei, der Grenzwacht, des Kantons und der Gemeinden. Sie trugen mögliche Lösungen zusammen. Konkrete Massnahmen seien aber nicht getroffen worden.

Die eidgenössische Zollverwaltung hat auf Anfrage einige Zahlen zur Verfügung gestellt. Dabei geht es um das Gebiet der Grenzwachtregion III. Dazu zählen die Kantone St. Gallen, Graubünden, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden, Glarus und das Fürstentum Liechtenstein.

Rechtswidrige Aufenthalte Region III:

Januar
121
Februar124
März76
April80
Mai87
Juni110
Juli289
August709

In der Ostschweiz reisen vor allem Personen aus Afghanistan, Syrien, dem Kosovo und Irak ein.