Massnahmezentrum Bitzi in Mosnang muss auf neue Stelle warten

Nach dem Ausbruch eines Verwahrten im letzten Sommer investiert das Massnahmezentrum Bitzi. Die Sicherheit soll verstärkt werden. Der Entscheid über eine neue Stelle fällt das Parlament aber nicht im Februar, sondern voraussichtlich im November.

Das verschneite Massnahmenzentrum Bitzi

Bildlegende: Das Massnahmenzentrum kann verschiedene Sicherheitsmassnahmen nicht umsetzen - wegen Personalmangel. Keystone

Um das Massnahmezentrum Bitzi in Mosnang hat es einen drei Meter hohen Zaun. Für einen Insassen war er aber nicht hoch genug, er kletterte darüber und flüchtete. Nach dem Fall kam die Frage nach mehr Sicherheit auf. Erste Massnahmen wurden bereits umgesetzt. Zum Beispiel Überwachungskameras mit grösseren Speichern, die rund um die Uhr aufzeichnen. Über Winter werden die Insassen zudem früher in ihren Zimmern eingeschlossen. Dies vorallem aus personellen Gründen.

Neue Stelle lässt auf sich warten

Damit die Sicherheit besser gewährleistet werden kann als heute, braucht es aus Sicht von Joe Keel, Leiter vom kantonalen Amt für Justizvollzug, vorallem eines: mehr Personal.

« «Eigentlich wäre es so, dass der Sicherheitsdienst in den Zeiten, in denen die Insassen nicht in den Zellen sind, mindestens doppelt besetzt ist. Dies können wir heute nicht gewährleisten.» »

Konkret geht es um eine Stelle und 100'000 Franken pro Jahr. Die Stelle sei beim Kanton beantragt und sollte eigentlich im Februar vors Parlament. Für die Regierung sei die Stelle auch ausgewiesen, sagt Joe Keel. Weil der Kanton sparen müsse, werde aber voraussichtlich frühestens in in der Budgetdebatte im November definitiv darüber entschieden.

Andere Massnahmen werden zur Zeit geprüft: Nicht ein höherer Zaun, dies widerspreche dem Geist einer offenen Anstalt, so Keel. Aber ein Zaun, der einen Alarm auslöst, wenn sich jemand daran zu schaffen macht, stehe zur Diskussion. Und auch der Innenhof solle besser ausgeleuchtet werden. Da gebe es noch dunkle Ecken.