Mehr Austausch-Studenten in St. Gallen

Seit der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative sei die Zahl der Austausch-Studenten aus der EU rückläufig, heisst es zum Teil bei den Verantwortlichen der Universitäten. Nicht so in St. Gallen. An der HSG nimmt die Zahl der Austausch-Studenten sogar zu.

Der Blick in einen Saal voller Studierender an der Uni St. Gallen

Bildlegende: Immer mehr Austausch-Studierende an der Hochschule St. Gallen. Uni St. Gallen

Die Hochschule St. Gallen arbeitet weltweit mit 180 Partnerschulen zusammen, 53 davon in Europa. Die HSG zählt jedes Jahr 1400 Austausch-Studenten, 800 verlassen St. Gallen, um in einer der Partnerschulen im Ausland zu studieren, 600 kommen dafür nach St. Gallen. Es wird erwartet, dass diese Zahl noch steigt.

«  Wir haben weiterhin ein Wachstum aus Europa. »

Jürgen Brücker
Hochschule St. Gallen

Jürgen Brücker der Uni St. Gallen begründet das Wachstum mit den bilateralen Verträgen, welche die HSG mit allen ihren Partnerschulen weltweit abgeschlossen hat. Dank diesen Verträgen sei der Austausch zwischen St. Gallen und der europäischen Universitäten klar geregelt und nach wie vor attraktiv, so Brücker.

Das Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative hat dazu geführt, dass die Europäische Union das Erasmus-Programm eingefroren. Weil die Hochschule seit eh und je mit ihren Partnerschulen Einzelverträge abgeschlossen hat, habe die Initiative zu keinem Einbruch der Zahl der Austausch-Studenten geführt.

Auch die Fachhochschule St. Gallen, im Bereich Wirtschaft, weist konstante Zahlen auf, so Mathias Kleiner auf Anfrage. Auch ihre Zusammenarbeit mit den Partneruniversitäten in Europa basieren auf Einzelverträgen.