Neue Regelung Mehr Geld für Amtsärzte

Der Thurgauer Regierungsrat will die angespannte personelle Situation bei den Amtsärzten entschärfen. Der Weg: höhere Entschädigungen und organisatorische Anpassungen. Damit sollen die Anstellungsbedingungen der Amtsärzte verbessert werden.

In einer Hausarztpraxis

Bildlegende: Erfahrene Hausärzte besorgen im Thurgau auch den Dienst der Amtsärzte. Keystone

Die Aufgabe: Die Arbeit der Amtsärzte sei vor allem bei der Abklärung von aussergewöhnlichen Todesfällen wichtig, heisst es in einer Mitteilung. Die Amtsärzte unterstützen dabei die Staatsanwaltschaft. Die Aufgabe wird im Milizsystem von erfahrenen Hausärzten geleistet.

Das Problem: Die Einsätze sind kaum planbar und finden oft in der Nacht oder am Wochenende statt. Die Arbeitsbedingungen durch den Pikettdienst gelten als nicht sehr attraktiv. Nach verschiedenen Rücktritten habe sich die Situation verschärft.

Die Lösung: Die Regierung hat eine neue Abgeltung der Pikettdienste beschlossen. Damit werden jene Amtsärzte besser gestellt, die häufiger Pikettdienste übernehmen. Zudem werden die Dienstkreise neu organisiert. Die Neuerungen erhöhen die Kosten des Amtsarztdienstes um rund 120'000 Franken pro Jahr.