Mehr Steuererhöhungen in Thurgauer Gemeinden

Erstmals seit 15 Jahren haben im Kanton Thurgau mehr Gemeinden die Steuern erhöht als gesenkt. Eine Trendwende sieht der Kanton allerdings nicht: Die Zahl der Steuererhöhungen und -senkungen werden sich künftig die Waage halten.

Der Dorfeingang von Raperswilen

Bildlegende: Raperswilen im Kanton Thurgau: Idyllisch gelegen, aber mit dem höchsten Steuerfuss im Kanton. Keystone

Acht Gemeinden haben die Steuern auf dieses Jahr erhöht, fünf haben sie gesenkt. Dies habe verschiedene Gründe: Die Währungssituation beeinflusse die die Ergebnisse der Firmen und damit auch die Steuererträge, sagt der Leiter der kantonalen Steuerverwaltung, Jakob Rütsche.

Ein Problem sieht Rütsche aber nicht: In den nächsten Jahren werden einige Gemeinden die Steuern senken, andere die Steuern erhöhen. Das Problem seien sowieso nicht die Steuereinnahmen, da diese insgesamt ansteigen. Rütsche sieht vielmehr in den Ausgaben der Gemeinden und des Kantons Gründe für mögliche Steuererhöhungen.

Steuerparadies bleibt im Kanton Thurgau die Gemeinde Bottighofen mit dem tiefsten Gesamtsteuerfuss. Das Gegenteil ist in Raperswilen der Fall: Dort bezahlen die Einwohnerinnen und Einwohner die höchsten Steuern im ganzen Kanton.