Metzger kämpfen mit Nachwuchsproblemen

«Wir finden keine Lehrlinge», klagt Betriebsleiter Andreas Meier von der St. Galler Metzgerei Bechinger. Viele Junge hätten ein falsches Berufsbild vor Augen. Man müsse das Image des Metzgers aufpolieren, meint der Schweizerische Branchenverband.

Andreas Meier, Betriebsleiter der St. Galler Metzgerei Bechinger klagt: «Wir finden keine Lehrlinge».

Bildlegende: Andreas Meier, Betriebsleiter der St. Galler Metzgerei Bechinger klagt: «Wir finden keine Lehrlinge». SRF

Die St. Galler Metzgerei Bechinger ist eine von vielen kleinen Metzgereien im Land. Im Sommer schliessen ihre beiden Lehrlinge die Ausbildung ab. Neue Lehrlinge findet Metzger Andreas Meier keine: «Viele Junge glauben, man müsse Tiere schlachten. Neuerdings gibt es aber vier verschiedene Fachrichtungen, wie das Veredeln oder den Verkauf, auf den man sich spezialisieren kann.»

Öffentlichkeit hat falsches Berufsbild

«Wenn wir von Metzgern reden, meinen wir Fleischfachleute», sagt Rolf Büttiker. Der Präsident des Schweizerischen Fleischfachverbandes erklärt die Umbenennung des Berufszweigs so: «Wir mussten das Image korrigieren. Nur hat das die Öffentlichkeit noch zu wenig mitgekriegt.»

Von den 500 Lehrstellen im Land können jährlich nur gerade 250 besetzt werden. Mit Werbekampagnen will man die Metzgerbranche jungen Berufseinsteigern schmackhaft machen.

Regionaljournal Ostschweiz, SRF1, 17:30 Uhr