Michael Brandenberger zieht Bankrats-Kandidatur zurück

Seine ehemalige Firma soll indirekt in einen Bestechungsskandal verwickelt sein. Wegen dieser Vorwürfe verweigern ihm die meisten Parlamentsfraktionen die Unterstützung für den Bankrat der TKB. Der CVP-Politiker zieht nun die Konsequenzen.

Porträt Michael Brandenberger

Bildlegende: Kandidiert nicht mehr für den Thurgauer Bankrat: Michael Brandenberger Keystone

Brandenberger war in den letzten Tagen wegen seiner Rolle in der St. Galler Beratungsfirma Complementa kritisiert worden. Die Beratungsfirma soll indirekt in den Bestechungsskandal rund um die Zürcher Pensionskasse BVK involviert sein.

Brandenbergers frühere Firma soll die Kontrollfunktion nicht richtig wahrgenommen haben. Brandenberger beantwortete am Mittwoch keine Medien-Anfragen, wies die Vorwürfe aber in einer schriftlichen Stellungnahme zurück. Sie beruhten auf der verzerrten Darstellung von Sachverhalten.

Kein Rückhalt in den Fraktionen

Brandenberger stellte sich heute vor der Sitzung des Kantonsparlamantes in den einzelnen Fraktionen vor und nahm dort zu den Vorwürfen Stellung. Anscheinend ohne Erfolg: Bis auf die CVP entschieden sämtliche Fraktionen, seine Kandidatur nicht zu unterstützen. Darauf zog der CVP-Politiker seine Kandidatur zurück.

Die Thurgauer Regierung muss damit auf die Suche nach einem neuen Kandidaten. Es brauche jetzt aber eine Pause, so Regierungsrat Jakob Stark. Er werde mit dem Bankratspräsidenten und der CVP besprechen, wie es weitergehen soll.

Brandenberger steht auch auf der Nationalratsliste der CVP. Fraktionspräsident Bernhard Joos geht davon aus, dass Brandenberger auch diese Kandidatur überdenken wird. Die Parteileitung selber habe sich noch nicht mit diesem Thema befasst. Im Communiqué nimmt Brandenberger dazu keine Stellung.