Mieten im Oberthurgau und Rheintal besonders stark gestiegen

In Zürich arbeiten, in einer Randregion wohnen: Laut Analysen der Zürcher Kantonalbank und dem Wohnportal Homegate machen das besonders viele Ostschweizer. Durch die Nachfrage sind die Mietpreise in den vergangenen fünf Jahren gestiegen. Drei Mal stärker als in Genf.

Blick auf den Bodensee von Hügel aus.

Bildlegende: Der Blick auf den Bodensee macht die Region attraktiv zum Wohnen. Keystone

Rund 15 Prozent sind die Mietpreise im Oberthurgau und im Rheintal in den vergangenen fünf Jahren gestiegen. In der Stadt Genf waren es knapp 5 Prozent. Trotzdem ist die Bodenseeregion wohntechnisch immer noch eine der günstigsten Seeregionen in der Schweiz und entsprechend attraktiv.

Der Mieterinnen- und Mieterverband Ostschweiz hält die Preisentwicklung für problematisch. «Die Leute beteiligen sich nicht mehr am gesellschaftlichen Leben in ihren Wohngemeinden, da sie während des Tages auswärts arbeiten», erläutert Hugo Wehrli, Geschäftsleiter des Mieterverbands.

Kreuzlingen kämpft um Familien

In der Bodenseegemeinde Kreuzlingen ist dieses Problem bekannt. «Wir beobachten, dass immer mehr Familien abwandern, da kein günstiger Wohnraum mehr zur Verfügung steht», sagt Dorena Raggenbass, Vizestadtpräsidentin. Deshalb will die Stadt Bauland, das ihr gehört, zum Beispiel an Genossenschaften vergeben und so Familien in Kreuzlingen behalten.