Milch in der Ostschweiz wird knapp

Die Zeiten der Milchschwemme sind vorbei: Die Milch wird knapp und die Bauern in der Ostschweiz können aufatmen. Nach langen Jahren mit sinkenden Milchpreisen, verdienen die Bauern jetzt wieder mehr. Dies bekommen auch die Konsumenten zu spüren.

Ein Bauer melkt im Stall seine Kühe.

Bildlegende: Der Konsument muss bald mehr für den Liter Milch bezahlen. Keystone

Die Milchproduzenten hatten es in den letzten Jahren nicht einfach. Der Preis pro Liter Milch ist kontinuierlich gesunken. Anfang der 90er-Jahre haben die Bauern für einen Liter noch gut einen Franken erhalten, heute sind es nicht einmal mehr 60 Rappen. Viele Milchproduzenten hätten deshalb aufgegeben, sagt Mathias Eggenberger, Präsident der Produzentenorganisation Ostschweiz (PO), welche vor allem die Zulieferer der Arnold Produkte AG vereinigt.

«Ab dem ersten Juni gibt es in unserer Organisation einen Preisaufschlag von mindestens drei Rappen», bestätigt Eggenberger gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von SRF 1. Eine weitere Preiserhöhung dürfte im Sommer folgen.

Höhere Preise in den Verkaufsregalen

Diese Preiserhöhung wirkt sich auch auf die Konsumentenpreise aus. Im Verkauf macht das pro Liter Milch rund zweieinhalb Rappen aus. Dies bestätigt die Molkerei Biedermann in Bischofszell.

Entwarnung gibt Bauer und PO-Präsident Mathias Eggenberger aber noch nicht. Die Milchschwemme sei zwar vorübergehend vorbei. Wie das in Zukunft aussehe, sei aber noch ungewiss. Mit den steigenden Milchpreisen gewinne die Milchwirtschaft wieder an Attraktivität. So könne es gut sein, dass einige Bauern wieder einsteigen und es dann wieder mehr Milch auf dem Markt gebe.