Ostschweizer Industrie Millionengewinne: Mitarbeiter nicht überall beteiligt

Nach dem Franken-Schock geht es den grossen Industrie-Unternehmen offenbar wieder gut. Seit Wochen präsentieren sie Millionengewinne. Die Mitarbeiter profitieren allerdings nicht überall davon. Drei Beispiele.

Wand mit Logo Bühler

Bildlegende: Die Firma Bühler bezahlt den Angestellten dieses Jahr eine Prämie von durchschnittlich 6,2% des Jahreslohns. Keystone

Huber und Suhner

Krise: Das Technologieunternehmen mit Standort Herisau hatte im Februar 2015 die Wochenarbeitszeit von 40 auf 43 Stunden verlängert bis im März 2016. Gleichzeitig verzichtete die Konzernspitze auf 10 Prozent der Saläre und der Rest des Kaders auf 5 Prozent. Zudem gab es rund 25 vorzeitige Pensionierungen sowie 25 Kündigungen.

Heute: Nun hat Huber und Suhner 2016 einen Gewinn von knapp 50 Millionen Franken erwirtschaftet, das Doppelte vom Vorjahr. Alle Mitarbeiter erhalten deshalb nebst einer Prämie eine Lohnerhöhung von 0,5 Prozent.

Bühler

Krise: Das Technologieunternehmen erhöhte im Februar 2015 ebenfalls für ein Jahr die Arbeitszeiten bei gleichem Lohn. Betroffen waren 2500 Mitarbeiter an den Standorten Uzwil und Appenzell.

Heute: Im vergangenen Jahr erzielte auch Bühler einen Gewinn, das zweite Jahr in Folge rund 143 Millionen Franken. Die Mitarbeitenden partizipieren am Erfolg mit einer Prämie von durchschnittlich 6,2 Prozent ihres Jahresgehalts.

Arbonia

Krise: Die frühere AFG strich 2015 230 Stellen, vor allem in Altstätten und Arbon. Dies wegen eines Minus von rund 170 Millionen Franken.

Heute: Mit dem Kauf der Firma Looser wurde aus dem Bauzulieferer AFG zu Beginn des Jahres die Arbonia. Diese erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Gewinn von rund 7 Millionen Franken. Die Angestellten werden nicht beteiligt, nur die Aktionäre sollen nach 2013 zum ersten Mal 2018 wieder eine Dividende bekommen.