Mit dem Mietvelo durch St. Gallen

Das Projekt geht auf die SBB und die Postauto AG zurück: Publi-Bike, ein Velo-Verleih-System für Städte. Rund 30 Städte und Gemeinden in der Schweiz sind schon aufgesprungen. Jetzt überlegt sich auch St. Gallen den Schritt. Politisch könnte dies aber wegen der Kosten zu reden geben.

Die Velo-Verleih-Station in Zürich: ein Mann und eine Frau bei der Ausleihe.

Bildlegende: In Rapperswil-Jona, Zürich und Bern ist der Velo-Verleih schon in Betrieb. PubliBike

20 bis 30 Stationen soll das Publi-Bike-Netz in der Stadt haben. Das würde die Stadt eine Million Franken kosten. Das Netz würde erlauben, dass Interessierte sich an einer Station ein Velo mieten, durch die Stadt flitzen und das Velo dann an einer anderen Station abgeben können. Das eigene Fahrrad wäre somit überflüssig. In anderen Städten hat das Modell Erfolg.

Warten auf Bundesbeiträge

Die Stadt hofft auf Unterstützungsbeiträge aus dem Agglomerations-Programm, um die hohen Kosten zu decken. Wie Stefan Pfiffner, Leiter der städtischen Verkehrsplanung, gegenüber «Regionaljournal Ostschweiz» von SRF1 erklärt, hofft die Stadt auf Beiträge zwischen 30 und 40 Prozent der Investitionskosten.

Sie rechne zudem mit weiteren Sponsoren-Beiträgen. Der Entscheid des Bundes dürfte noch diesen Sommer fallen. Dann stehen in der Stadt aber noch die politischen Prozesse an.

Auch in der Region Werdenberg-Liechtenstein ist das Publi-Bike-Netz geprüft, dann aber verworfen worden. Dies deshalb, weil die Region unter dem Strich zu wenig dicht besiedelt sei, wie es auf Anfrage heisst.