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Mitwirkung an Bauprojekten Je grösser die Mitsprache desto stabiler das Projekt

Marktplatz St.Gallen
Legende: St.Gallen startete erst ein Mitwirkungsverfahren beim Marktplatz, als zwei Vorlagen an der Urne gescheitert waren. Keystone

Die Zahl der Mitwirkungsverfahren habe in den letzten Jahren zugenommen, sagt Joachim Schöffel, Professor am Institut für Raumentwicklung an der Hochschule für Technik Rapperswil. Grund dafür sei, dass die Bauprojekte zunehmend in dichter Besiedlung sind. Da prallen viele Interessen aufeinander.

Zwei aktuelle Beispiele: Die Neugestaltung des Marktplatzes in St.Gallen und die Umfahrung Bad Ragaz. Beide Projekte haben nach einer gescheiterten Abstimmung den Weg eines partizipativen Verfahrens eingeschlagen.

Gerade die Beispiele Bad Ragaz und St.Galler Marktplatz zeigen aber, dass die Gemeinden nicht immer von Anfang an die Bevölkerung miteinbezieht. Das liege unter anderem daran, dass die Prozessgestaltung und Kommunikation bei einem Bauprojekt unterschätzt würden, sagt Joachim Schöffel.

Abwägung der Gemeinde:

  • Kosten: Ein verstärktes Mitwirkungsverfahren ist kostspielig. Allenfalls kommt ein fertig geplantes Konzept, das an der Urne scheitert, aber teurer.
  • Zeit: Workshops, Umfragen und deren Auswertung kann einige Monate oder sogar Jahre in Anspruch nehmen.

Ein partizipatives Verfahren führe dazu, dass die Bevölkerung stärker hinter einem Projekt stehe, so Schöffel. Eine Garantie für ein gelingendes Projekt sei das aber nicht. Es gebe auch Projekte, die nicht unbedingt das verstärktes Mitwirken der Bevölkerung benötigen: beispielsweise Nutzungsverlagerungen oder Bauprojekte in wenig emotionalen Industriegebieten.

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