Monika Knill: Der Stundenplan bestimmt ihre Agenda

Seit acht Jahren leitet die 43-jährige SVP-Frau das Departement für Erziehung und Kultur. Der Entscheid, im Kanton kein Frühfranzösisch mehr unterrichten zu lassen, machte sie schweizweit bekannt.

SVP-Politikerin Monika Knill in ihrem Büro.

Bildlegende: Monika Knill leitet seit acht Jahren das Departement für Erziehung und Kultur. SRF / Jonathan Fisch

  • Jahrgang: 1972
  • Beruf: Medizinische Praxisassistentin (MPA) und Verwaltungsökonomin TG
  • Regierungsrätin seit 2008
  • Politische Laufbahn: SVP-Kantonsrätin, Präsidentin der SVP-Fraktion, Mitglied der Justizkommission

Bei den letzten Wahlen schnitt die 43-jährige SVP-Politikern mit dem besten Wahlresultat ab. Und auch bei den Gesamterneuerungswahlen muss sich die profilierte Regierungsrätin keine Sorgen machen. Obwohl: Ganz grosse Geschäfte hat sich während der letzten vier Jahre keine angerissen. Doch zu tun gab es in ihrem Departement, das sie seit acht Jahren führt, dennoch genug.

Landesweit in die Schlagzeilen geriet Monika Knill wegen des Entscheids des Thurgauer Parlaments, Frühfranzösisch aus dem Stundenplan zu streichen. Obwohl die Regierung gegen diese Massnahme kämpfte hatte, verteidigte Monika Knill anschliessend den Entscheid und wies auf die Vorteile hin, die die Änderung bringe.

Turbulent waren ihre vergangenen Jahre auch im Kulturbereich. Einen heftigen Rückschlag erlitt sie mit den Plänen, das Kunstmuseum in der Karthause Ittingen zu sanieren und zu erweitern. Nach einem Bundesgerichtsurteil und einer Schelte aus dem Parlament steht ihr Departement wieder auf Feld eins. Wie das Museum weiterentwickelt werden soll, steht heute noch in den Sternen.