Müller Martini will Standort Felben schliessen

Müller Martini will seinen Standort Felben-Wellhausen schliessen. Wie viele der 340 Mitarbeiter den Job verlieren, ist offen. Ein Teil davon soll im aargauischen Zofingen weiter beschäftigt werden.

Der Eingang der Müller Martini in Felben-Wellhausen.

Bildlegende: Wie viele Stellen in Felben-Wellhausen wegfallen, soll in den nächsten Wochen bekannt werden. zvg

Müller Martini will ihren weltweiten Betrieb restrukturieren. Nötig sei dies, weil der Umsatz in den vergangenen vier Jahren von über einer Milliarde auf deutlich unter 450 Millionen Franken gesunken sei, teilt Müller Martini mit. Für das laufende Jahr werde mit einem Umsatz von rund 400 Millionen Franken gerechnet. Müller Martini entwickelt und produziert Drucksysteme.

«Die Verluste in den letzten vier Jahren haben sich trotz kontinuierlicher Anpassungen und Gegenmassnahmen auf Ertrags- und Kostenseite auf einen dreistelligen Millionenbetrag summiert», erläutert Konzernchef Bruno Müller.«Diese Last kann unser Familienunternehmen auf Dauer leider nicht mehr tragen.»

Harter Schlag für Felben-Wellhausen

Die Restrukturierung hat vor allem für den Standort Felben-Wellhausen Folgen: Er soll geschlossen und ein Teil der Stellen in den Kanton Aargau verlegt werden.

Wie viele Stellen dies sind, sei offen, sagt CEO Bruno Müller gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1. Der Entscheid soll in den nächsten Wochen fallen.

Schliessung erfolgt etappenweise

Definitiv entscheiden wolle man nicht vor Ende August, sagt CEO Bruno Müller auf Anfrage. So lange dauere das Konsultationsverfahren, bei dem die Vertreter der Mitarbeiter informiert und angehört würden. Viel Hoffnung aber gebe es nicht für Felben-Wellhausen. Immerhin werde eine Schliessung nicht von heute auf morgen passieren. Bruno Müller: «Unsere Maschinen sind sehr Now-How-intensiv und ein solcher Schritt wird darum über eine Periode von bis zu zwei Jahren ablaufen.»