Muntwiler geht zurück, um vorwärts zu kommen

Philipp Muntwiler zog los vom FC St. Gallen zum FC Luzern. Dort wollte er seine Fussballer-Karriere forcieren. Doch nach nur einem Jahr spielt er in Vaduz in der Challenge League. Das muss nicht zwingend schlecht sein.

Philipp Muntwiler (links) köpft einen Ball weg.

Bildlegende: «Ich will wieder in der höchsten Liga spielen», sagt Philipp Muntwiler (links). ZVG

Muntwiler ist ein St. Galler Eigengewächs. Der 26jährige aus Bazenheid stieg mit dem FC St. Gallen zweimal auf. Im letzten Sommer wagte er den Wechsel nach Luzern. Es hätte der erwartete Durchbruch im Schweizer Fussball sein sollen. Nach einem Jahr erhielt Muntwiler mit Carlos Bernegger aber einen neuen Trainer. Es folgten kaum mehr Einsätze. Die Enttäuschung war gross.

«Ein sensibler Mensch»

Seit dieser Saison versucht Muntwiler nun in Vaduz wieder Fuss zu fassen. «Es ist mir wichtig Fussball zu spielen. Ich hatte in Luzern keine Freude mehr, die Motivation fehlte», sagt er im Gespräch. Zu Vaduz holte ihn ein alter Bekannter: Giorgio Contini. Bei Luzern war Contini Assistenztrainer unter Murat Yakin, zuvor auch Juniorentrainer beim FC St. Gallen mit Muntwiler als Spieler.

«Muntwiler ist ein sensibler Mensch. Er muss das Vertrauen des Trainers spüren», sagt Contini über seinen Schützling. «Ich sagte ihm, er müsse wohl einen Schritt zurück machen, um zwei Schritte vorwärts zu kommen.»