Nach Ausschreitungen: Erste YB-Fans verurteilt

Im Mai 2013 kam es während dem Match des FC St. Gallen gegen die Berner Young Boys zu Ausschreitungen. Die St. Galler Staatsanwaltschaft hat in der Zwischenzeit fünf YB-Fans verurteilt. Weitere Verfahren laufen.

Versprayte Wand in einer Toilette

Bildlegende: Die Wände in den WCs des Gästesektors wurden versprayt, die Türen, Toilettenschüsseln und Spülungen herausgerissen. Kapo SG

Rückblende, 4. Mai 2013: Nachdem ein YB-Fan von den Sicherheitskräften mit Pyros angehalten wird, eskaliert die Situation in der Arena in St. Gallen. YB-Fans zerstören die WC-Einrichtungen im Gästesektor, zünden Pyro. Es entsteht ein Sachschaden von rund 50'000 Franken.

Gegen 38 YB-Fans eröffnet die St. Galler Staatsanwaltschaft anschliessend ein Strafverfahren. Fünf von ihnen wurden bisher rechtskräftig verurteilt.Einer erhielt eine bedingte Geldstrafe und eine Busse von 1'300 Franken wegen qualifizierter Sachbeschädigung, Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Beamte sowie wegen Verstosses gegen das Vermummungsverbot. Vier weitere wurden wegen Verstosses gegen das Vermummungsverbot zu Bussen zwischen 500 und 800 Franken verurteilt. Dies bestätigt die St. Galler Staatsanwaltschaft auf Anfrage.

Die Ermittlungen seien aufwändig gewesen, erklärt Sprecherin Nathalie Häusler gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz». Die Beschuldigten hätten aufgrund von Foto- und Videomaterial identifiziert werden können. In sechs Fällen hätte die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt.

In zehn weiteren Fällen wurden laut Staatsanwaltschaft ebenfalls Strafbefehle erlassen. Da die Verurteilten die Strafe jedoch nicht akzeptierten, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. In den restlichen 23 Fällen läuft die Strafuntersuchung noch.

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz und Graubünden, 6.32 Uhr