«Nach dem ersten Jahr zufrieden, aber noch lange nicht am Ziel»

«In den Bistümern St. Gallen und Basel wird anerkannt, dass die Pfarrei-Initiative echte Probleme benennt», heisst es in einer Mitteilung. Die Initianten der Pfarrei-Initiative ziehen ein Jahr nach dem Start der Unterschriftensammlung eine positive Bilanz.

Solidaritätskundgebung vor der Churer Kahtedrale mit vielen brennenden Kerzen.

Bildlegende: Die Initianten der Pfarrei-Initiative haben im Januar an eine «Wallfahrt» vor die Churer Kathedrale aufgerufen. Keystone

«Wir sind nach dem ersten Jahr der Pfarrei-Initiative sehr zufrieden, aber noch lange nicht am Ziel», sagt der ehemalige St. Galler Pfarrer Georg Schmucki, Mitinitiant und Mitglied der Sprechgruppe gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» auf Radio SRF 1.

Anerkennung aus Basel und Chur

Man sei überrascht von der grossen Anzahl Seelsorgender, welche die Pfarrei-Initiative Schweiz unterzeichnet hätten. Mit 100 Unterschriften hätte man vor einem Jahr gestartet, heute seien es 540, so Georg Schmucki. Er begrüsst es, dass wenigsten in zwei Deutschschweizer Bistümern die Anliegen der Initiative anerkannt worden sind.

In den Bistümern Basel, dem die Thurgauer Katholiken angehören, und St. Gallen werde anerkannt, dass die Pfarrei-Initiative echte Probleme benenne. Er sehe dies als Anerkennung und werte dieses Zeichen als äusserst positiv. Die Realität an der Basis und die offizielle Lehre klafften auseinander. Schmucki bedauert, dass aus dem Bistum Chur ein anderes Echo auf die Initiative komme. Dort stellt man sich quer.

Die Pfarrei-Initiative fordert Reformen innerhalb der römisch-katholischen Kirche. Sie verlangt unter anderem, dass der Zölibat abgeschafft wird.