Nach dem Unwetter geht es nun vorwärts

Die Emotionen gehen in Altstätten nach wie vor hoch, wenn es um das Unwetter vom letzten Sommer geht. Gewisse Bauten werden nun vorgezogen.

Stadtbach in Altstätten.

Bildlegende: Damit es ruhig bleibt: Altstätten ergreift nach dem letzten Hochwasser verschiedene Massnahmen. zvg

«Warum habt ihr das nicht schon früher gemacht? Warum dauert dies so lange?»: Dies seien die meist gestellten Fragen der Altstätter Einwohner, so Stadtpräsident Ruedi Mattle. Darauf antworte er: «Weil alles geprüft und analysiert werden muss, das Kosten-Nutzen-Verhältnis abgewogen werden muss und dies alles brauche Zeit».

Das jüngste Unwetter habe dazu geführt, dass man nun noch schneller handeln will. Folgende Massnahmen sollen bis Sommer 2015 getroffen werden:

  • Das Rückhaltevolumen beim Sammelbecken in der Obermüli soll ausgebaut werden
  • Eine Senkung muss bei der Unterführung Frauenhof ausgeglichen werden, damit es im Bach keinen Rückstau mehr gibt
  • Bei der Bädli- und Klausbrücke soll mehr Wasser durchfliessen können

Damit ist man aber noch nicht am Ziel. Im Rahmen des Projekts «Ausbau des Stadtbachs» werden in den nächsten Jahren weitere Massnahmen getroffen. Unter anderem werden die Leitungsquerungen sowie Fussgängerbrücken analysiert und wo sinnvoll entfernt.

Für die umfassende Bachsanierung sammeln Gemeinde und Kanton zurzeit Daten. Es muss berechnet werden, wie viel Wasser der Stadtbach überhaupt fassen kann. Zudem muss mit den Grundeigentümern verhandelt werden, deren Boden von einer Bachausweitung betroffen sein könnte. Bis der Ausbau abgeschlossen ist, wird es noch Jahre dauern.