Nach Grossbrand: Brandermittler nimmt Arbeit auf

Nach dem Grossbrand auf dem ehemaligen Raduner-Areal in Horn hat der Brandermittler seine Arbeit aufgenommen. Als erstes, so André Kiser, gehe es darum, den Brandherd zu ermitteln.

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Brandermittler nimmt Arbeit auf

3:36 min, aus Schweiz aktuell vom 4.8.2015

Es ist keine einfache Arbeit, die André Kiser auf dem ehemaligen Raduner-Areal in Horn erwartet. Alles liegt in Schutt und Asche. Mauern, Stockwerke von Gebäuden sind eingestürzt, ganze Eisenträger durch die Hitze verbogen. Gestern, so Kiser, habe er erste Gespräche mit den Feuerwehrleuten geführt und sich einen Überblick über das Gelände verschafft.

Heute habe er Fotos ausgewertet und versucht, den Brandherd zu ermitteln. Aktuell werde dieser auf einem Stockwerk vermutet. Nun gehe es darum, ihn noch mehr einzugrenzen und anschliessend freizulegen - mit Baggern, Schaufeln und teils auch mit Besen und kleinerem Werkzeug.

Der Brandermittler geht nach dem Ausschlussprinzip vor. Sprich: Er versucht von den drei möglichen Brandursachen - natürliche, menschliche oder technische Ursache - eine nach der anderen auszuschliessen. Dies bedeute aber nicht, dass er am Schluss wirklich wisse, warum es gebrannt habe, so Kiser weiter. Gerade in diesem Fall dürfte sich die Ermittlung der Brandursache als schwierig erweisen, da das Feuer sehr viel zerstört habe.

Trotzdem: In den nächsten Wochen wird sich Kiser dem Grossbrand in Horn widmen. Aussagen auswerten und überprüfen, den Brandherd finden, alles dokumentieren und hinterfragen.