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Ostschweiz Nach Unwettern fehlt das Geld für den Wald

Die Unwetter im Frühjahr 2013 verursachten in der Ostschweiz grosse Schäden. In der Waldregion Werdenberg-Rheinthal können diese durch öffentliche Gelder nicht abgedeckt werden. Nun leiden die Waldeigentümer unter den Restkosten.

Wald mit niedergestürzten Bäumen
Legende: Unwetter lassen in Wäldern oft Schäden zurück. Keystone

Wegen der starken Regenfälle im letzten Frühjahr sind viele Waldstrassen in der Waldregion stark beschädigt worden. Um die Infrastruktur wiederherzustellen, mussten die Waldeigentümer viel Geld investieren. Dieses fehlt ihnen jetzt. «Für Schutzwaldpflege bekommen die Eigentümer Beiträge von der öffentlichen Hand. Das ist aber keine volle Kostendeckung», sagt Erwin Rebmann, Regionalförster der Waldregion Werdenberg-Rheinthal, in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1.

Schutzwaldfunktion könnte bedroht werden

Rund 700‘000 Franken fehlen nun in den Kassen der Waldeigentümer. Vor allem die seit Jahrzehnten gleichbleibenden Holzpreise machen es schwierig für die Eigentümer, den finanziellen Schaden zu beheben. Sollte eine weitere Naturkatastrophe Grundeigentümer dazu zwingen, aus finanziellen Gründen die Bewirtschaftung eines Waldes einzustellen, wäre auch der Schutz vor Überschwemmungen, Erdrutschen und anderen Naturgefahren nicht mehr gewährleistet.