Neue Vignette könnte mehr Verkehr auf Nebenstrassen bringen

Ab 2015 kostet die Schweizer Autobahnvignette 100 Franken. Diese Teuerung hat auch Auswirkungen auf den Grenzverkehr: Die Behörden befürchten, dass viele Autofahrer aus dem Vorarlberg in der Ostschweiz auf Nebenstrassen ausweichen werden.

Eine Windschutzscheibe mit einer Vignette.

Bildlegende: Die Vignette wird teurer, was zu mehr Verkehr auf Nebenstrassen führen könnte. Keystone

Viele Vorarlberger Autofahrer benutzen die Autobahn A 13 im St. Galler Rheintal. Die Tatsache, dass die Schweizer Autobahnvignette bald mehr als doppelt so teuer ist als heute, könnte zu Ausweichverkehr führen. Der Österreichische Automobil- und Touring-Club redet von Vignettenflüchtlingen. Diese gibt es bereits heute zwischen Lindau und St. Margrethen.

Es wird damit gerechnet, dass die Autofahrer, welche nach Zürich, Graubünden oder Italien reisen, in den sauren Apfel beissen müssen und die 100 Franken teure Vignette kaufen werden. Anders sieht es bei den Verkehrsteilnehmern aus, die sich im grenznahen Strassenverkehr bewegen. Diese Autofahrer und Autofahrerinnen könnten gut auf Nebenstrassen ausweichen und so die Gebühren umgehen.

Auch auf Schweizer Seite sieht man dieses Problem. Der Gemeindpräsident von St. Margrethen, Reto Friedauer, kennt dieses Phänomen heute schon beim Vignetten-Preis von 40 Franken. Bei 100 Franken werde es sich allerdings verschärfen, wie er gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» sagt. Damit werde der Verkehr mitten durch die Dörfer und Gemeinden zunehmen.