Neues Rechenzentrum der Bundesverwaltung kommt nach Frauenfeld

Der Bund organisiert seine Rechenzentren neu. Ein neues Rechenzentrum ist in Frauenfeld auf dem Kasernenareal Auenfeld geplant. Es soll sowohl militärisch als auch zivil genutzt werden. Das neue Rechenzentrum kostet schätzungsweise 136 Millionen Franken und soll Ende 2020 in Betrieb gehen.

Kasernenareal von oben

Bildlegende: Das Rechenzentrum soll auf dem Kasernenareal Auenfeld gebaut werden. Das Gelände gehört dem Bund. admin

Der Bundesrat hatte Anfang Juli angekündigt, die Zahl der Rechenzentren für die Verwaltung zu reduzieren. Statt zahlreichen kleineren soll es künftig nur noch vier grosse Rechenzentren geben, zwei davon mit militärischem Vollschutz. Dies spart Kosten und Energie.

Frauenfeld ist am günstigsten

Der Standortwahl sei ein ausführliches Evaluationsverfahren vorausgegangen, teilt das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport am Freitag mit. «Der Standort Frauenfeld ist wirtschaftlich der vorteilhafteste», sagt VBS-Sprecher Renato Kalbermatten gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1.

Dies liege unter anderem daran, dass das Gelände des Kasernenareals Auenfeld bereits dem Bund gehört. Zudem kann an dem Standort die durch den Betrieb des Rechenzentrums entstehende Abwärme in einer Fernwärmeanlage genutzt werden. Für die Stadt Frauenfeld ist der Entscheid ein gutes Signal. «Wir freuen uns einerseits wegen der Arbeitsplätze, andererseits weil das neue Fernwärmenetz zusätzlich genutzt wird», sagt Mediensprecher Andreas Anderegg.

Der Baubeginn ist für 2017 vorgesehen.