Nicht alle Touristiker leiden unter dem schlechten Wetter

Die Bündner Tourismus-Organisation Graubünden Ferien ist wegen des schlechten Wetters nicht beunruhigt. Man brauche erst im Sommer gutes Wetter. Anders präsentiert sich die Situation am Bodensee.

Asiatische Touristen tragen dicke Jacken und Regenschütze bei ihrem Besuch in der Nähe von Pontresina.

Bildlegende: Asiatische Touristen wandern bei Pontresina im Regenschutz: Der Normalfall in diesem Jahr. Keystone

Der Mai sei im Kanton Graubünden immer ein schwacher touristischer Monat, sagt Gieri Spescha von Graubünden Ferien. Die Buchungen für den Sommer kämen zudem immer kurzfristig. Deshalb sei er nicht beunruhigt über die anhaltend schlechte Wettersituation. Im Sommer müsse das Wetter jedoch gut sein.

Für die Thurgauer Touristiker ist der Frühling dagegen eine wichtige Saison. Die Apfelbäume stehen in der Blüte, Velotouren und Schifffahrten sind im Frühling üblicherweise beliebt. Gemäss der Geschäftsführerin von Thurgau Tourismus, Monika Grünenfelder, haben die Thurgauer Tourismus-Betriebe wegen des schlechten Wetters dieses Jahr grosse Einbussen.

«Vor allem die Hotels am See leiden», sagt Dany Lützel, Präsident der Hotels St.Gallen-Bodensee. Genaue Zahlen gäbe es aber erst in einigen Wochen. Die Hotels in der Stadt St. Gallen seien dagegen nicht auf das Wetter angewiesen. Sie merken gemäss Lützel praktisch nichts von Kälte und Regen.