Noch keine Strategie für ehemaliges Kloster Appenzell

Vor zwei Jahren wurde das Kapuzinerkloster in Appenzell geschlossen. Das Gebäude ging an den Kanton über. Der Innerrhoder Grosse Rat will nun, dass mögliche Nutzungen nochmals genauer geprüft werden.

Kapuzinermönche bei einer Prozession.

Bildlegende: Das Kapuzinerkloster wurde im August 2011 mit einer Prozession geschlossen. Keystone

Die Meinungen im Grossen Rat über die zukünftige Nutzung gingen auseinander. Klar war, dass das Kloster nicht verkauft oder abgebrochen werden sollte. Die Regierung wollte das Klostergebäude für eine Bibliothek sowie für Büros nutzen.

Fächer breiter öffnen

In einer kontrovers geführten Debatte meldeten sich etliche Grossräte zu Wort. Dabei kam heraus, dass die von der Standeskommission favorisierte Nutzung zwar geprüft werden soll, aber nicht nur: Geprüft werden soll auch die Unterbringung einer Jugendherberge, diese könnte allenfalls vermietet werden, und eine Tiefgarage mit 200 Plätzen.

Ausserdem soll eine mögliche Umnutzung der Klosterkirche als Bibliothek geprüft werden. In diesem Punkt besteht ein laufender Vertrag zwischen der Standeskommission und dem Bistum St. Gallen. Möchte Innerrhoden die Kirche für weltliche Zwecke nutzen, bräuchte es gemäss Landammann Carlo Schmid den Segen von Bischof Markus Büchel.

Der Rat gab dem Regierungsrat den Auftrag, eine Machbarkeitsstudie für eine Bibliothek mit Einbezug der Kirche machen zu lassen. Auch eine Tiefgarage mit 200 Plätzen soll geprüft werden. Die Studie soll in der Dezembersession vorliegen.