«Öpfelschnitzli» statt Weggli zum Znüni

Wer seinen Kindern einen «Znüni» mitgibt, muss sich an den meisten Kindergärten und Schulen in der Schweiz an gewisse Richtlinien halten. Erdnüsse, Gipfeli, Chips und Getreideriegel sind Tabu. Nur gesunde Snacks wie Obst, Gemüse und Vollkornbrot sind erlaubt. Zum Beispiel in St. Gallen.

Gesunde Ernährung fängt schon mit einem gesunden Znüni im Kindergarten an.

Bildlegende: Gesunde Ernährung fängt schon mit einem gesunden Znüni im Kindergarten an. SRF

Sandra Eggenschwiler ist Kindergärtnerin in der Stadt St. Gallen. 20 Buben und Mädchen singen das «Znüni-Liedli». «Es ist wichtig, dass die Kinder lernen, sich gesund zu ernähren», sagt die Kindergärtnerin im «Regionaljournal Ostschweiz» von SRF1. Tabu sind Süssigkeiten und süsse Getränke. Erlaubt sind etwa Äpfel, Birnen, Mandarinen und Getreidecracker.

Nicht alle Eltern sind begeistert

Die meisten Eltern sehen es als Chance, dass bereits vierjährige Kinder motiviert werden, Gemüse und Obst zu essen. Kindergärtnerin Sandra Eggenschwiler aber räumt ein: «Ich höre immer wieder von Berufskolleginnen, dass sich gewisse Eltern durch die Ernährungsrichtlinien bevormundet fühlen.» In ihrem Kindergarten im St. Galler Stadtteil St. Georgen aber muss sie Eltern nicht überzeugen, ihren Kindern einen gesunden «Znüni» mitzugeben.