Ostschweizer Baudirektoren stellen sich auf Abstimmungskampf ein

Das Volk wird darüber entscheiden, ob die Autobahnvignette künftig 100 Franken kosten soll statt wie heute 40 Franken. Ein Nein hätte auch Folgen für Ostschweizer Strassenprojekte im Nationalstrassen-Netz. Deshalb wollen die Baudirektoren sich engagieren.

Zahlreiche Autobahnvignetten an der Frontscheibe eines Autos

Bildlegende: 70'000 Personen haben unterschrieben, um eine Erhöhung der Autobahnvignette zu verhindern. Keystone

Eine Erhöhung wäre beispielsweise nötig, damit der Bund die Bodensee-Thurtalstrasse (BTS) im Kanton Thurgau bauen kann. Der zuständige Regierungsrat Jakob Stark hat damit gerechnet, dass das Referendum zustande kommen wird. «Es wird ein schwieriger Abstimmungskampf. Den Leuten klar zu machen, dass das Geld an die neuen Nationalstrassen geknüpft ist, wird nicht einfach», sagt er auf Anfrage der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz».

Die kantonalen Baudirektoren wollen sich in Absprache mit dem Bundesrat für ihre Projekte einsetzen. Auch in Appenzell Ausserrhoden und im Kanton Glarus sehen die Baudirektoren diese Abstimmung wichtig. Dort stehen ebenfalls Strassenbauprojekte an. Bei einem allfälligen Nein würden diese verzögert werden.