Ostschweizer Bauern finden keinen Hof

Die Ausbildung zum Landwirt ist in der Ostschweiz nach wie vor beliebt. Im letzten Jahr sind in der Schweiz aber 1,8 Prozent aller Bauernbetriebe verschwunden. Deshalb können immer mehr Lehrabgänger keinen Hof übernehmen.

Bauernlehrlinge betrachten eine Kuh.

Bildlegende: Die Chancen, dass die Lehrlinge einen eigenen Hof übernehmen können, sind klein. Keystone

Wer einen Hof übernehmen möchte, hat es in der Ostschweiz schwer. Der Strukturwandel, bei welchem kleinere Betriebe zusammengelegt werden, ist noch in vollem Gang. Deshalb werden fast keine Bauernhöfe frei.

Barbara Dönz vom Bündner Bauernverband sieht darin zwar Probleme für junge Bauern, welche sich selbst eine Existenz aufbauen wollen. Sie betont aber, dass mit grösseren Betrieben die Existenzgrundlage eher gesichert sei. Deshalb kann sie der Zusammenlegung von Bauernhöfen auch etwas Gutes abgewinnen.

Mehr Schüler

Die Ausbildung zum Landwirt ist in der Ostschweiz dennoch beliebt. Die Landwirtschaftliche Schule in Salez im Kanton St. Gallen bildet dieses Jahr 20 Prozent mehr Bauern aus als letztes Jahr.

Auch Schulleiter Josef Schmid spürt, dass viele keinen Betrieb übernehmen können. Er plädiert deshalb für mehr Flexibilität. Es könne sein, dass man keinen Betrieb in der Region finde. Wenn man wolle, gäbe es aber immer eine Lösung.