Ostschweizer Bio-Bauern offen für Gespräche mit Discountern

Zwischen Discountern wie Aldi und dem Dachverband der Bio-Bauern, Bio Suisse, laufen neue Gespräche. Ostschweizer Bio-Bauern geben sich zwar noch skeptisch, wollen aber mögliche Verhandlungen nicht mehr ausschlagen, wie noch 2009.

Ein Mann steht vor Gemüse- und Obstablage im Kaufhaus.

Bildlegende: Ostschweizer Bio-Ware in Discountern - die Diskussionen dazu laufen. Keystone

Vor drei Jahren liessen die Delegierten von Bio Suisse die Discounter noch abblitzen. Damals verboten sie es den Discountern, Produkte zu verkaufen oder mit Produkten zu werben, auf denen die Knospe - das Markenzeichen von Bio Suisse - prangt. Heute sind zwar noch viele Bio-Bauern skeptisch, aber wer sich an die Spielregeln halte, mit dem solle auch verhandelt werden, lautet der Tenor.

«Wenn die Vorschriften in Bezug auf Nachhaltigkeit und die fairen Geschäftsbeziehungen eingehalten werden, soll verhandelt werden», sagt zum Beispiel Albert Neff, Präsident des Bio-Ring Appenzellerland.

Unklar zeigt sich die Position noch im Vorstand von Bio Ostschweiz. Zwar herrsche noch viel Kopfschütteln über die neuen Verhandlungen, sagt Co-Präsident Kurt Müller, aber man orientiere sich an der offiziellen Stellungnahme des Dachverbands.

Dieser will laut Sprecherin Sabine Lubow den biologischen Landbau fördern. Es sei deshalb das Ziel des Dachverbandes, dass Konsumenten Knospe-Produkte an so vielen Orten wie möglich kaufen können.