Ostschweizer Hundeschulen bangen um Einnahmen

Das Parlament hat entschieden: Hundehalter müssen keinen obligatorischen Kurs mehr machen. Für Hundeschulen, die sich auf diese Kurse spezialisiert haben, kann dies zu finanziellen Problemen führen.

Menschen mit Hunden auf einer Wiese.

Bildlegende: Wenn das Obligatorium wegfällt, werden viele Hundehalter keinen Kurs mehr machen. Keystone

«Bei uns machen diese Kurse etwa einen Drittel der Einnahmen aus», sagt Jrene Bucher, die im Bündnerischen Paspels eine Hundeschule führt. Sie mache sich aber keine Sorgen, da sie auch noch andere Standbeine habe. Für andere Hundeschulen könne es aber durchaus knapp werden.

Der obligatorische Kurs beinhaltet einen Theorie-Teil und vier Praxis-Stunden. Die Preise sind unterschiedlich und bewegen sich in der Regel zwischen 300 bis 400 Franken pro Kurs.

Verunsicherung wegen Einführung

Ab wann das Obligatorium aufgehoben wird, ist noch unklar. Dazu muss der Bundesrat erst eine entsprechende Vorlage ausarbeiten.

Für die Hundeschulen bedeutet bereits diese Unsicherheit Einbussen. Jrene Bucher erzählt: «Bei einer befreundeten Hundetrainerin hat sich noch am Abend des Entscheides eine Teilnehmerin abgemeldet, weil sie jetzt den Kurs ja nicht mehr machen müsse.»