Ostschweizer Kantone bekommen mehr Geld aus Finanzausgleich

Rund eine Milliarde Franken erhalten die Ostschweizer Kantone und Graubünden aus dem nationalen Finanzausgleich. Für alle Ostschweizer Kantone gibt es mehr Geld – ausser für den Kanton Glarus.

Geld

Bildlegende: Finanzausgleich: Zug und Zürich müssen deutlich mehr bezahlen. Die Ostschweiz bekommt Geld. Eidg. Finanzverwaltung

Ressourcenindex 2012

Bildlegende: Ressourcenindex 2012: Die Ostschweiz gehört zu den schwachen Regionen. Eidg. Finanzverwaltung

Der Finanz- und Lastenausgleich (NFA) ist 2008 in Kraft getreten. Mit dem nationalen Finanzausgleich werden zwei Hauptziele verfolgt: die Verringerung der kantonalen Unterschiede in der finanziellen Leistungsfähigkeit und die Steigerung der Effizienz bei der staatlichen Aufgabenerfüllung, schreibt der Bund.

Während die grossen Geberkantone Zürich und Zug im nächsten Jahr deutlich mehr in den Finanzausgleich einzahlen müssen, können die Ostschweizer Kantone mehr Geld aus dem NFA-Topf beziehen – insgesamt rund eine Milliarde Franken. Das sind 55 Millionen Franken mehr als im Vorjahr.

So viel Geld bekommen die Ostschweizer Kantone aus dem Finanzausgleich.

Bezug 2014 (in Mio. Franken)Bezug 2015Differenz
St. Gallen392405+13
Thurgau227237+10
Appenzell Innerrhoden1718+1
Appenzell Ausserrhoden4647+1
Glarus7473-1
Graubünden244275+31

Vor allem Graubünden bekommt deutlich mehr Geld. Das hat einen einfachen Grund: Bei der Bemessungsgrundlage der letzten Jahre sei das Jahr 2008 prägend gewesen. Damals habe der Kanton viel Geld aus den Steuern von juristischen Personen eingenommen, sagt Barbara Janom, Finanzdirektorin des Kantons Graubünden. Mit der neuen Grundlage des NFA habe sich dies ausgeglichen.