Ostschweizer Kantone kritisieren Machtgelüste des Bundes

Der Bund will in den Jahren 2016 bis 2019 mehr Geld in die Kulturförderung investieren. Dafür möchte er aber auch indirekt seine Position stärken. Bei den Ostschweizer Kantonen kommt das nicht gut an.

Stiftsbezirk St. Gallen

Bildlegende: Die Unesco stelle immer höhere Anforderung an Welterbestätten, klagt St. Gallen. Keystone

Mit der Kulturbotschaft 2016 bis 2019 will der Bund eine «nationale Kulturpolitik etablieren». Dafür ist er auch bereit, rund 900 Millionen Franken zu investieren, statt wie in der letzten Periode rund 670 Millionen. Der Bund will damit die Fördergelder der drei Staatsebenen auch besser miteinander koordinieren.

Die Ostschweizer Kantone freuen sich zwar über die zusätzlichen Fördergelder. Allerdings kritisieren sie den Begriff «Nationale Kulturpolitik». «Die Hoheit über die Kulturförderung muss bei den Kantonen bleiben», betont Katrin Meier vom St. Galler Amt für Kultur.

St. Gallen will unter anderem zusätzliche Fördergelder für:

  • Unesco-Weltkulturerbe Stiftsbezirk St. Gallen
  • Textilmuseum St. Gallen
  • Museen Werdenberg im Schloss und Städtli Werdenberg
  • Klangwelt Toggenburg