Ostschweizer Kantone wehren sich mit Erfolg gegen Zentralisierung

Der Thurgau, Glarus und Graubünden möchten nicht, dass die ambulante Krebstherapie nur noch in den grossen Kantonen angeboten wird. Sie haben bei den zuständigen Gremien interveniert. Mit Erfolg, die Pläne werden neu beurteilt.

Kantonsspital St. Gallen

Bildlegende: Thurgau, Glarus und Graubünden möchten nicht, dass ambulante Krebstherapien zentralisiert werden. Keystone

Es sei nicht patientenfreundlich, wenn bestimmte Krebstherapien nur in den grossen Kantonen angeboten würden. Das sagt der Thurgauer Gesundheitsdirektor Bernhard Koch gegenüber der «NZZ am Sonntag». Seine Meinung teilen auch seine Regierungskollegen aus den Kantonen Graubünden und Glarus. Sie haben sich zusammengetan und interveniert.

Sie fordern, dass der Prozess der Zentralisierung gestoppt wird und vorderhand keine neuen Behandlungen auf die grossen Spitäler verteilt werden. Bei hochspezialisierter Medizin wie zum Beispiel bei Organtransplantationen oder schweren Verbrennungen bei Kinder sei die Zentralisierung verständlich, bei ambulanter der Krebsbehandlung nicht.

Dem zuständigen Gremium HSM steht die St. Galler Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann vor. Sie und ihr Gremium haben die Kritik aus den Kantonen gehört und gehen nochmals über die Bücher. Im Mai soll dann den kantonalen Gesundheitsdirektoren ein neuer Plan für die weiteren Arbeiten vorgelegt werden.