Ostschweizer Parlamentarier politisieren am längsten

Die Zusammensetzung der Kantonsparlamente verändert sich generell schnell. Zu diesem Schluss kommt eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Untersuchung. Die Amtsdauer von Politikerinnen und Politikern in der Ostschweiz ist aber schweizweit am längsten; allen voran Appenzell Innerrhoden.

Grosser Rat Innerrhoden

Bildlegende: Der Grosse Rat des Kanton Appenzell Innerrhodens zählt 49 Mitglieder. Appenzeller Volksfreund

Gemäss früheren Untersuchungen liege der «ideale» Mitgliederwechsel zwischen 20 und 30 Prozent pro Legislatur. Die Zusammensetzung der Schweizer Kantonsparlamente ändert sich gemäss der Studie allerdings deutlich stärker. Durchschnittlich betrug die Mitgliederfluktuationsrate pro Legislatur im Zeitraum von 1990 bis 2012 satte 50 Prozent.

Dabei gibt es ein deutliches Ost-West-Gefälle: Mit 69 Prozent hat der Kanton Genf die höchste Wechselrate, vor dem Jura (63 Prozent), Freiburg (61 Prozent) und Waadt (59 Prozent). Die wenigsten Wechsel haben Appenzell Innerrhoden (29 Prozent), Graubünden (35 Prozent) und Thurgau (39 Prozent). Das könnte in den Kantonen Appenzell Innerrhoden und Graubünden möglicherweise auf das Majorzwahlsystem zurückgeführt werden kann.