Ostschweizer Prämienanstieg zum Teil unter Schweizer Durchschnitt

In den Ostschweizer Kantonen liegt der Anstieg der durchschnittlichen Krankenkassenprämien leicht unter dem Schweizer Durchschnitt. Einzige Ausnahme ist Appenzell Innerrhoden.

Arzt untersucht den Mund einer Frau.

Bildlegende: Die Krankenkassenprämien steigen 2017 im Schnitt um 4,5 Prozent. Keystone

Die Berechnungen des Bundesamtes für Gesundheit zeigen: In den Ostschweizer Kantonen liegt der Anstieg der durchschnittlichen Krankenkassenprämien leicht unter dem Schweizer Durchschnitt. Einzige Ausnahme ist Appenzell Innerrhoden. Allerdings werden dort weiterhin die schweizweit tiefsten Durchschnittsprämien verlangt. Die höchsten Durchschnittsprämien in der Ostschweiz zahlen 2017 die Versicherten aus dem Kanton St. Gallen.

  • Die für St. Gallen kalkulierten 411.44 Franken liegen weiterhin unter dem gesamtschweizerischen Prämienschnitt von 447.28 Franken.
  • Noch etwas tiefer sind die Prämien in den Kantonen Thurgau mit 400.11 Franken sowie in Appenzell Ausserrhoden mit 386.37 Franken.
  • Am wenigsten müssen nach wie vor die Einwohnerinnen und Einwohner von Appenzell Innerrhoden ausgeben: 347.50 Franken. Für Innerrhoden hat der Bund den grössten Anstieg innerhalb der Ostschweiz berechnet: Im Vergleich zu 2016 wird sich die Prämie um 6,4 Prozent erhöhen.
  • Um 7,1 Prozent auf 398 Franken im Schnitt klettern die Krankenkassenprämien für Erwachsene im Kanton Glarus.
  • Markant fällt in allen Ostschweizer Kantonen der Anstieg bei den Kinderprämien aus. Dies liegt allerdings im gesamtschweizerischen Trend: Die Krankenkassenprämien bei den Kindern hätten in den letzten Jahren die Kosten nicht mehr gedeckt, heisst es in der Mitteilung des BAG.

Bündner unter dem Durchschnitt

Um 5,4 Prozent auf 380 Franken steigt die monatliche Krankenkassenprämie nächstes Jahr in Graubünden. Der Anstieg liegt um knapp einen Prozentpunkt über dem schweizweiten Schnitt von 4,5 Prozent. Die neue Bündner Durchschnittsprämie ist aber immer noch um fast 70 Franken günstiger als jene des schweizerischen Mittels.