Ostschweizer Regierungen kämpfen gegen zusätzlichen Fluglärm

Der Bund will das An- und Abflugregime am Zürcher Flughafen ändern. Die Ostschweizer Kantone fürchten sich nun vor mehr Lärm. Viel ausrichten können ihre Regierungen aber nicht.

Startendes Flugzeug am Zürcher Flughafen.

Bildlegende: Starten zu viele Flugzeuge in Richtung Osten, stört das im Thurgau. Keystone

Die Thurgauer Regierungsrätin Camen Haag betont zwar die Wichtigkeit des Flughafens für ihren Kanton. Die Nähe zu Zürich-Kloten sei für die Wirtschaft wichtig. Mit dem Lärm hat die Thurgauer Regierung aber ein Problem. Das geplante Betriebsreglement bringe über dem Osten mehr An- und Abflüge.

Besonders der Hinterthurgau wäre laut Haag betroffen. Darum hat die Thurgauer Regierung dem zuständigen Bundesamt einen Brief geschrieben, in dem sie ihren Standpunkt vertritt.

«Wir fordern, dass der Fluglärm fair verteilt wird», sagt Carmen Haag in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1. Weil der Thurgau aber nicht für Einsprachen berechtigt ist, handelt es sich nur um eine Stellungnahme. «Dennoch ist es uns wichtig, unsere Meinung mitzuteilen».

Auch der Kanton St. Gallen wehrt sich gegen das neue Betriebsreglement. Vor allem, weil die Städte Wil und St. Gallen mit mehr Fluglärm rechnen müssten.