Ostschweizer sind Bewegungsmuffel

Eine Studie der ETH Lausanne zeigt: Jeder dritte Ausserrhoder bewegt sich ausschliesslich mit dem Auto. Auch die anderen Ostschweizer Kantone schneiden schlecht ab. Ausser die Glarner: Sie zeigen sich sportlich.

Jogger am Bodensee

Bildlegende: Nur ein kleiner Teil der Schweizer bewegt sich im Alltag zu Fuss. Keystone

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Bildlegende: 38 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer bewegt sich nicht zu Fuss im öffentlichen Raum. ETH Lausanne

Derek Christie und Emmanuel Ravalet vom Laboratory of Urban Sociology der ETH Lausanne haben auf der Basis des Mikrozensus Verkehr und Befragungen ausgewertet, wie sich Schweizerinnen und Schweizer bewegen – ob mit dem Auto oder eher zu Fuss. Die Resultate zeigen:

  • 29 Prozent der Appenzell-Ausserrhoder sind mit dem Auto unterwegs und machen kaum einen Schritt zu Fuss. Das ist der letzte Platz auf der Schweizer Rangliste.
  • Ebenfalls im letzten Drittel sind die Kantone Thurgau und St. Gallen mit je 26 Prozent und Appenzell-Innerrhoden mit 24 Prozent.
  • Graubünden (17 Prozent) und Glarus (14 Prozent) schneiden hingegen gut ab. Sie nehmen den dritten bzw. den zweiten Platz ein.

Ebenfalls haben die beiden Biostatistiker untersucht, wie viele Kilometer der Durchschnittsschweizer pro Tag zurücklegt. Rund ein Drittel bewegt sich nicht zu Fuss, so das Fazit der Studie «Analysing the distribution of walking in the Swiss population».