Ostschweizer Spitäler streiten sich mit Krankenversicherern

Die Kantonsspitäler St. Gallen, Glarus und Graubünden sind sich mit dem grössten Krankenversicherer-Verband tarifsuisse uneins über die Höhe der zu zahlenden Spitaltarife. Für die Prämienzahler hat dies - vorerst - noch keine Auswirkungen.

Untersuchung im Spital Flawil

Bildlegende: Die Fallpauschalen führen noch immer zu Diskussionen zwischen Spitälern und Krankenkassen. Keystone

Seit 2012 verhandeln die Spitäler die Tarife für ihre Leistungen direkt mit den Versicherern. Nur: Bei den grossen Zentrumsspitälern in Glarus, Graubünden und St. Gallen sind die Verhandlungen mit dem grössten Krankenkassenverband tarifsuisse sowohl für 2012 wie auch für 2013 bisher ohne Resultat verlaufen.

Die Folge sind provisorische Tarife, die durch die Kantonsregierungen festgelegt wurden. Ein betroffenes Spital weiss aktuell nicht, wieviel es für seine Leistungen tatsächlich bezahlt bekommt.

«Es herrscht eine sehr grosse Unsicherheit und es ist deshalb eine sehr unbefriedigende Situation», sagt Arnold Bachmann, der Geschäftsleiter des Kantonsspitals Graubünden.

Bei tarifsuisse heisst es, die betroffenen Spitäler seien im Vergleich zum Durchschnitt zu teuer. Die verlangten Tarife seien zu hoch angesetzt. Wer mit seinen Berechnungen richtig liegt, muss nun das Bundesverwaltungsgericht entscheiden.

Es muss gleich mehrere Beschwerden gegen die festgelegten Tarife behandeln. Das Urteil wird von den Kantonen, den Spitälern und den Versicherern mit grosser Spannung erwartet. Bis es soweit ist, dürften aber nochmals einige Jahre vergehen.