Ostschweizer Steuersünder zeigen sich selber an

Im dritten Jahr der Mini-Steueramnestie haben sich in der Ostschweiz rund 500 reuige Steuersünder bei den Finanzverwaltungen der Kantone gemeldet.

Steuererklärungen im Kanton St. Gallen stapeln sich auf einem Tisch.

Bildlegende: Im Kanton St. Gallen gingen die Selbstanzeigen von Steuernsündern im Jahr 2012 gegenüber den Vorjahren zurück. Keystone

Die Steuersünder deklarierten etwa 400 Millionen Franken Schwarzgeld und zahlten gegen 20 Millionen Franken an Nachsteuern. Im Kanton St. Gallen gingen die straffreien Selbstanzeigen gegenüber den Vorjahren zurück: 216 Fälle wurden noch registriert, gegenüber 261 im Jahr 2011 und 623 im Jahr 2010, dem ersten Jahr der Mini-Steueramnestie. Im vergangenen Jahr wurde Schwarzgeld von rund 100 Millionen Franken legalisiert.

Nachsteuern bringen Geld

Im Thurgau waren es 109 Fälle im Totalbetrag von 48 Millionen Franken. Die reuigen Steuersünder lieferten 6,8 Millionen Franken an Nachsteuern ab.

Im Kanton Graubünden deklarierten 86 Steuerpflichtige Schwarzgeld von 83,9 Millionen Franken. Das waren deutlich weniger Fälle als noch 2011, aber etwas mehr als 2010.

Dem Bund, dem Kanton und den Gemeinden brachte die Mini-Steueramnestie im vergangenen Jahr 2,6 Millionen Franken zusätzliche Einnahmen. Im Kanton Glarus legten 52 Personen Schwarzgeld von 33 Millionen Franken offen. Die Nachsteuern betrugen 460'000 Franken. Aus den beiden Appenzell lagen noch keine Zahlen vor.