Ostschweizer wollen an der Gymnaestrada begeistern

Eine Ostschweizer Gruppe zeigt am Weltturnfest, der Gymnaestrada, in Helsinki eine Weltpremiere. Die Initianten von «Swissrings» haben ein spezielles Schaukelring-Gerüst konzipiert. Die Turner bewegen sich in der Luft sternförmig aufeinander zu und berühren sich in der Mitte zum Teil sogar.

Mathias Sprecher vom Ausserrhoder Turnverein Wald gründete die Gruppe Swissrings zusammen mit Kollegen aus Wil und Wattwil. Trainiert wird lediglich an Wochenenden. Dabei geht es um die Choreographie und den Ablauf. Die einzelnen Schaukelring-Übungen müssen die Teilnehmer unter der Woche in ihren jeweiligen Turnvereinen trainieren.

Der Aufwand sei gross, sagt Sprecher. Unzählige Stunden Arbeit steckten in der Vorbereitung. Und auch die Teilnehmer müssen etliche Stunden in die Trainings stecken. Dazu kommen finanzielle Aufwände auch für die Reise an die Gymaestrada in Helsinki: Flug, Unterkunft und Bekleidung müssen die Teilnehmer selber berappen.

Harte Selektion

Das grossartige Erlebnis entschädige für alles, sagt Turnerin Eva Uhlmann. Sie habe gar nicht an die Ausgaben gedacht. Und Sprecher spricht von Faszination: «Es geht nicht mehr nur ums Turnen, sondern ums Fliegen.»

Die Teilnehmer mussten sich für Swissrings bewerben. Dabei wurden strenge Bedingungen festgelegt. Von den 60 Turnerinnen und Turnern, die diese erfüllten, wurden dann nach einem Vorturnen nur 35 engagiert. Sie zeigen ihr Programm erstmals Mitte Mai in Rapperswil-Jona. Die Gymnaestrada in Helsinki findet Mitte Juli statt.