St. Gallen und Thurgau Pädagogische Hochschulen halten an Musikausbildung fest

Mädchen spielt auf einem Klavier

Bildlegende: Die musikalische Grundbildung ist unbestritten und in der Bundesverfassung und den Lehrplänen fest verankert. Keystone

Ausgangslage: Die musikalische Bildung von Kindern und Jugendlichen soll gefördert werden. Mit einem Ja zur Aufnahme des Artikels «Musikalische Bildung» in die Bundesverfassung haben die Stimmbürger den Weg dazu geebnet. Zentral in der Umsetzung dieses Artikels sind die Lehrer, doch - so sagen Kritiker - in der Ausbildung der Lehrer gerät die Fachausbildung Musik unter Druck.

Problem: Laut Professor Beat Hofstetter im Fachmagazin «Bildung Schweiz» werde «das Fach Musik an Pädagogischen Hochschulen durchschnittlich von weniger als der Hälfte der Studierenden belegt (...)». Er fordert, dass man die Ausbildung an den Pädagogischen Hochschulen überprüft.

Situation im Thurgau und in St. Gallen: An der Pädagogischen Hochschule Thurgau ist es nicht möglich das Fach Musik abzuwählen. Im ländlich geprägter Kanton mit vielen kleinen Schulgmeinden brauche es «Allrounder», die auch Musik unterrichten können.

An der Pädagogischen Hochschule St. Gallen ist es möglich, das Fach Musik abzuwählen, allerdings unter Auflagen. Das würden gut 5 Prozent pro Jahrgang machen, sagt der Studienleiter der Kindergarten- und Primarlehrerausbildung, Andreas Benz. Der Leiter der Musikschule St. Gallen ist nicht begeistert von der unterschiedlichen Handhabung des Musikfaches an den Pädagogischen Hochschulen.

«  Wir stellen eine Bewertung der Wichtigkeit des Fachs Musik fest. Das sind Signale, die uns Unbehagen bereiten. »

Christian Braun
Leiter Musikschule Stadt St. Gallen