Parkplatznot: Spezielle Apps auf dem Smartphone sollen helfen

Die Parkplatzknappheit in St. Gallen macht erfinderisch. Neuerdings lassen sich private Parkplätze mit speziellen Smartphone-Apps mieten. Das sei effizient und ökologisch, behaupten die Anbieter. Die Stadt ist skeptisch. Rechtlich sei dieses Vorgehen zweifelhaft.

Auto fährt auf Parkplatz

Bildlegende: Seinen Parkplatz direkt beim Besitzer mieten: Eine neue Parkplatz App soll es möglich machen. Keystone

Ein Anbieter für solche speziellen Parkplatz-Apps ist die Firma «ParkIt». Mitgründer Fabian Weber: «Durch unser Angebot entstehen nicht mehr Parkplätze. Im Gegenteil. Bestehende Plätze werden so effizienter belegt.» Dem widersprechen Kritiker. Sie befürchten Mehrverkehr.

Rund zwei Drittel der Einnahmen gehen an den Vermieter des privaten Parkplatzes, den Rest streichen die App-Anbieter für ihre Dienstleistung ein. Und so funktioniert die App: Der Kunde wählt seine Stadt, dann erscheinen die freien privaten Parkplätze. In St. Gallen sind dies etwa 30. Bezahlt wird per Kreditkarte.

Christian Hasler ist Bereichsleiter Verkehr im Tiefbauamt. Er spricht von einem rechtlichen Graubereich. Für ihn ist klar, wer seinen privaten Parkplatz untervermietet, braucht von der Stadt eine Bewilligung. Vorerst sind aber noch keine rechtlichen Schritte geplant.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Geld verdienen - mit Parkplatz-App

    Aus Rendez-vous vom 3.7.2013

    AutopendlerInnen können via neue Smartphone-Apps ihren Parkplatz weitervermieten, wenn sie nicht zu Hause sind. Das sei effizient und ökologisch, sagen die App-Anbieter. In den Städten ist man skeptisch; das zeigt die Reportage aus St. Gallen.

    Sascha Zürcher