Pendler sollen vom Auto auf die Bahn umsteigen

Noch spielt bei den Pendlern zur Arbeit nach Liechtenstein das private Auto eine zentrale Rolle. Mit einem neuen Projekt namens «AlpStar» wollen St. Gallen, Vorarlberg und Liechtenstein die Pendler motivieren, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Auch die Firma Hilti macht mit.

Der Hilti-Parkplatz in Schaan/FL. Schon bald sollen hier weniger Autos stehen.

Bildlegende: Der Hilti-Parkplatz in Schaan/FL. Schon bald sollen hier weniger Autos stehen. SRF

Der Hauptsitz des Werkzeugherstellers «Hilti» befindet sich in Schaan. Rund 1600 Angestellte sind hier beschäftigt. 90% kommen mit dem Auto zur Arbeit. Im Rahmen des Pilotprojekts «AlpStar» hat sich «Hilti» auf die Fahnen geschrieben, möglichst viele Angestellte zum Umsteigen auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu motivieren. Daniel Oehry, der Mobilitätsmanager der Firma: «Mitarbeiter, die mit dem Auto zu uns kommen, verursachen Verkehr, Stau und Abgase. Das wollen wir möglichst eindämmen.»

Gratis Test-Tickets als Anreiz

Im Rahmen des Pilotprojekts «AlpStar» sollen die Anschlüsse besser und der Fahrplan durchgängiger werden. Bis anhin waren die Tarifsysteme zwischen der Schweiz, Österreich und Liechtenstein uneinheitlich. Auch das soll sich ändern.

Die Firma «Hilti», einer der grössten Arbeitgeber in Liechtenstein, fördert das Umsteigen auf den ÖV derzeit mit Gratis Test-Tickets für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wer allerdings keine Lust hat, auf sein Auto zu verzichten, müsse firmenintern keine Konsequenzen befürchten. «Wir wollen niemanden verteufeln. Jeder soll sich selber seine Gedanken zur Mobilität machen», sagt Daniel Oehry gegenüber «Regionaljournal Ostschweiz». Mittelfristig soll sich der Anteil der «Hilti»-Belegschaft, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommt, von zehn auf zwanzig Prozent erhöhen.