«Persönliche Erfahrung macht glaubwürdig»

Die Aids-Hilfe Schweiz hat Martin Klöti zum neuen Präsidenten gewählt. Der 60-jährige St. Galler Regierungsrat will seine Lebenserfahrungen als Homosexueller nutzen und sich für die Anliegen HIV-Betroffener einsetzen.

Regierungsrat Martin Klöti trägt als neuer Präsident der Aids-Hilfe Schweiz eine rote Aids-Schleife

Bildlegende: Martin Klöti übernimmt das Präsidium von Doris Fiala. Keystone

Unter Klötis Vorgängerin, FDP-Nationalrätin Doris Fiala, fand die Aids-Hilfe Schweiz wieder zu einer gesunden finanziellen Basis. Dank der «top» besetzten Geschäftsleitung und einem professionellen Fundraising seien die Spenden wieder gestiegen, so Klöti.

Nun könne sich die Aids-Hilfe Schweiz, der Dachverband der acht regionalen Aids-Hilfen, wieder dem «Kerngeschäft» zuwenden. Durch den medizinischen Fortschritt bei der Behandlung sei eine HIV-Infektion keine tödliche Bedrohung mehr. Dadurch wiegten sich viele Menschen in falscher Sicherheit.

Mehr Respekt

Wichtig sei ihm, den HIV-Betroffenen mehr Respekt zu geben. «Ich hatte immer das Glück, ein schwules Leben ohne jegliche Ausgrenzung führen zu dürfen», sagte Klöti. Als Homosexueller in einer Top-Position wolle er sich für jene Menschen einsetzen, die es schwer hätten.