Pnos – wer ist diese Kleinpartei?

Im Zusammenhang mit dem Neonazi-Konzert im Toggenburg bekam die rechtsextreme Partei Pnos (Partei National Orientierter Schweizer) Aufmerksamkeit – sie plant diesen Samstag in der Ostschweiz eine Veranstaltung mit einem umstrittenen Sänger. Politischen Einfluss hat die Pnos so gut wie keinen.

400 Mitglieder hat die Partei Pnos nach eigenen Angaben. Für Politologen ist eine solche Zahle schwierig zu messen, da man sich für eine Partei nicht offiziell registrieren muss. Des Weiteren hat die Partei laut eigenen Angaben elf kantonale Sektionen. Anfang dieses Jahres wurden fünf Ostschweizer Sektionen gegründet.

Kaum Wirkung

Die Pnos ist zwar eine Partei am äussersten rechten Rand, sie ist aber legal. Der realpolitische Einfluss mit Mandaten auf nationaler oder kantonaler Ebene ist jedoch gleich null. So waren die besten Resultate: Ein Stimmenanteil von 0,3 Prozent im Kanton Bern bei den nationalen Wahlen 2011 und 2015 0,4 Prozent im Kanton Waadt.

Anders sieht es auf Gemeindeebene aus. Dort besetzte die Pnos für eine gewisse Zeit je einen Gemeinderatssitz in der Gemeinde Langenthal (BE) und Günsberg (SO). Auf kommunaler Ebene werden jedoch mehr sachpolitische Themen besprochen, sagt Marc Bühlmann, Leiter Annèe Politique Suisse der Universität Bern. Rechtsextreme Ideologien könnten in einem Gemeinderat schwer eingebracht werden.