Fall Kümmertshausen Politiker stellt Thurgauer Staatsanwaltschaft in Frage

Im grössten Gerichtsfall des Kantons Thurgau überarbeiten derzeit Gerichte die Akten, und gegen zwei Staatsanwälte läuft ein Strafverfahren. Ein Kantonsrat fordert nun von der Regierung Klarheit, beispielsweise zu disziplinarischen Konsequenzen für Staatsanwälte.

Akten

Bildlegende: Beim Fall Kümmertshausen sind möglicherweise Fehler passiert. Keystone

Der Fall Kümmertshausen wirft kein gutes Licht auf die Thurgauer Staatsanwaltschaft. Wegen möglicher Fehler müssen hunderte Akten überarbeitet werden. Gegen zwei Staatsanwälte läuft ein Strafverfahren. SVP-Kantonsrat Urs Martin hat nun eine Einfache Anfrage bei der Regierung eingereicht.

«  Thurgauer Staatsanwaltschaft ausser Rand und Band? »

Urs Martin
SVP-Kantonsrat Thurgau

Er will unter anderem wissen, wie die Qualitätskontrolle bei der Staatsanwaltschaft funktioniert und ob der Fall Kümmertshausen disziplinarische Konsequenzen habe. Weiter fragt Martin, ob die Überarbeitung der Akten Mehrkosten verursacht.

Im November 2010 wurde bei Kümmertshausen ein 53-jähriger IV-Rentner tot in seinem Haus gefunden. Mehr als sechs Jahre nach dem Verbrechen begann im Februar der Prozess gegen 14 Angeklagte am Bezirksgericht Kreuzlingen. Zurzeit ist der Prozess unterbrochen. Wegen möglicher Fehler werden die Akten nochmals überarbeitet.