Postabbau: Ostschweizer Kantone wollen wissen was Sache ist

Die Post hat einen radikalen Kahlschlag angekündigt: Weniger Poststellen, weniger Personal, weniger Kosten. Und sie hat auch angekündigt, mit den Kantonen das Gespräch zu suchen. Die Kantone ihrerseits versprechen sich von diesen Gesprächen nicht allzu viel. Sie wollen aber wissen, was Sache ist.

Postschliessungen sind in der Ostschweiz ein bekanntes Thema, welches die Kantone in der Vergangenheit auch schon mehrfach mit Postvertretern besprochen haben. Trotzdem spricht der Thurgauer Regierungsrat Walter Schönholzer im Zusammenhang mit den neuen Abbauplänen von einer «Hiobsbotschaft». Die Kantone St. Gallen und Thurgau hoffen aber, dass der Kahlschlag in den ländlichen Gebieten nicht weiter geht. Die Ausserrhoder Regierungsrätin Marianne Koller fügt hinzu: «Wichtig ist, dass der Service überall gewährleistet ist – sei dies in Form von Poststellen, Agenturen, Hausservice oder elektronisch.»

Vieles ist noch ungewiss. So ist beispielsweise nicht klar, welche Region wie stark von Poststellenschliessungen betroffen sein wird. Die Kantone fordern deshalb in erster Linie Transparenz. Sie wollen wissen, welche Poststellen und Gemeinden betroffen sind.

Kritisch betrachten die Kantone auch die Entwicklung hin zu weiteren Postagenturen. Gerade in grösseren Gemeinden funktioniere eine Agenturlösung nicht, ist Regierungsrat Walter Schönholzer überzeugt.