Postversand: Kantone müssen über die Bücher

Die Ostschweizer Kantonsverwaltungen verschicken jährlich Hunderttausende von Briefen - für die Post ein lukrativer Auftrag. Doch nun verlangen private Anbieter, dass die Kantone ihren Versand öffentlich ausschreiben müssen. Die Kantonsverwaltungen müssen unter Umständen darauf eingehen.

Logo der Post

Bildlegende: Die Post könnte ein weiteres Monopol verlieren. Keystone

Private Anbieter verlangen, dass sie beim Postversand der kantonalen Verwaltungen einsteigen dürfen. Den Postversand der Kantone deckte bislang die Post ab. Doch seit diese in eine Aktiengesellschaft verwandelt wurde, ist ihr Monopol gebrochen. Die privaten Anbieter möchten nun erreichen, dass die Kantone ihre Versandaufträge öffentlich ausschreiben. Auf diesem Weg könnten die Privaten um die Versandaufträge mitbieten.

Qualität muss auf jeden Fall erhalten bleiben

Derzeit wird abgeklärt, wie weit die Forderung der Privaten rechtens ist. Klar ist aber jetzt schon, dass sie nicht an den grössten Teil der Briefe aus den Verwaltungen herankommen werden. «Diese wiegen weniger als 50 Gramm. Und auf diesen Briefen hat die Post nach wie vor das Monopol», sagt Canisius Braun, Staatssekretär des Kantons St. Gallen. Zudem würden die Kantone einen Versandauftrag nur an Anbieter vergeben, die dieselbe Verteilqualität garantieren könnten wie die Post.