Pro Natura kritisiert St. Galler Natur- und Landschaftsschutz

Nach heftiger Kritik von Pro Natura gesteht der St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth Mängel ein. Der Kanton wolle noch in diesem Jahr eine Biodiversitätsstrategie beschliessen.

Der Gübsensee im Westen der Stadt St. Gallen

Bildlegende: Die St. Galler Landschaft wird nur ungenügend geschützt (im Bild: der Gübsensee im Westen der Stadt St. Gallen). Keystone

Bei ihren Kontrollen stosse die Umweltschutzorganisation Pro Natura in St. Galler Gemeinden teils auf prekäre Verhältnisse. «Was wir da vorfinden, ist vielfach eine absolute Katastrophe», wird der Geschäftsführer von Pro Natura, Christian Meienberger, in der «Ostschweiz am Sonntag» zitiert. Als Gründe für diese Verhältnisse führt Meienberger unter anderem verzettelte Verantwortlichkeiten, fehlendes Personal und fehlende Ressourcen an.

Verzögerungen beim Bund

Der St. Galler Volkswirtschaftsdirektor Benedikt Würth (CVP) gestand gegenüber dem Regionaljournal Ostschweiz von SRF 1 Mängel ein. Ziel sei es, im Jahr 2015 eine eigene Biodiversitätsstrategie zu beschliessen. Im Juni wolle er das weitere Vorgehen mit den Gemeinden besprechen und dann einen Projektauftrag formulieren. Als Grund für das späte Vorgehen führte Würth Verzögerungen bei der Biodiversitätsstrategie des Bundes an. Diese Strategie befinde sich derzeit im Kanton St. Gallen in der Vernehmlassung.